Herbstbilder





 



Neubeginn

Eines Tages die sonnigen Zeiten
des Sommers freigeben
und dich der Melancholie
des Herbstes überlassen.

In aller Wehmut
ahnst du doch,
dass jeder Abschied reift
zum Neubeginn

(Christa Spilling-Nöker)


Ich mag den Nebel, wenn die Blätter fallen,
wenn Wehmut nach, ich weiß nicht was, erwacht.
Und Sehnsucht und ein Trauern glimmen sacht,
im Adernetz will fast das Herz verhallen.

Das ist die Stille, die das Glück läßt wallen.
das ferne Glück, das uns Gott nahgebracht,
wie Seifenblasen kurz, wenn kaum erdacht,
bei all dem Lärm, den wir in uns erschallen.

Die Seele wird zur Muschel in der Stille,
Worin ich Gott, der durch die Himmel braust,
belauschend höre und sein Sein und Wille!

Zerbrechlich Glück, das in der Seele haust,
aus Wehmut wird's geboren und aus Stille,
doch durch dies Herz nur allzuschnell es saust.

(Felix Timmermanns)

Disclaimer 
  © Dr. Martin Hoppe 2004